Zam Wesell
Zam Wesell “Zam ! Aufstehen !” Es war die Stimme ihrer Mutter. Zam tat so, als ob sie noch schlafen würde, doch ihre Mutter wusste, dass sie wach war und kitzelte Zam an den Füßen. Zam kicherte und sagte: “Morgen Mum”. Zam wachte auf. Eine Sekunde lang fragte sie sich wo ihre Mutter war. Dann fiel es ihr schmerzhaft wieder ein Mum und Dad waren tot - und ihre kleine Schwester Michik war entführt worden. Doch das alles war vor zehn Jahren passiert. Damals war Zam 14. Obwohl Zam keinen engen Draht zu ihrer Familie hatte, liebte sie sie. Heute ist sie 24 und eine mehr oder weniger gefürchtete Kopfgeldjägerin. Zwar nicht so gefürchtet, wie ihr Jäger-Vater, aber sie ist gefürchtet, und das ist für einen Jäger das wichtigste. Kapitel 1 Gerade hatte sie einen mehr oder weniger bedeutungslosen Senator eliminiert und brachte dessen Kopf in einem Kühlbehälter nun zu ihrem Auftraggeber. In ihrem wendigen Speeder flog sie durch die Unterwelt Coruscants. Sie schob ihr mit grünem Blut bespritzte Visier, ihres Helmes nach oben. Ekelig. Ihr Auftraggeber erwartete sie schon. Sie gab den Kopf ab und bekam 70.000 Credits. 50.000 als Kopfgeld und den Rest als Schmiergeld. So machte sie es immer, es sei denn, ihr Auftraggeber war reich oder bekannt, oder die Person, die Zam eliminieren soll war sehr stark bewacht. Zam sagte nie, dass sie eine Person umbringen muss. Sie bevorzugte die Bezeichnung: “eliminieren”. Auch sprach Zam von ihren Opfern egal ob sie noch lebtet oder nicht immer in der Vergangenheit. Das gab ihr mehr Selbstbewusstsein. Zam sah auf ihr Chrono. Sie war seit ungefähr zehn Stunden ein Mensch. Lange hielt sie das nicht mehr durch. Zam suchte sich ein herunter gekommenes Lokal aus, drückte dem Keeper 100 Credits in die Hand und verschwand in einer der kleinen Unterkünfte. Kapitel 2
Sie legte alle ihre Waffen ab, außer ihrem kleinen Vibromesser. Dieses behielt sie immer am Körper. Nun verwandelte sie sich zurück. Es war befreiend wieder im eigenen Körper zu sein, aber auch schon ungewohnt, da sich ihre Muskeln nicht mehr anstrengen mussten eine andere Form zu wahren. Sie tat die wohl verdienten Credits in ihren kleinen Safe, den sie immer im Koffer hatte. Er war aus dem besten Eisen, das sie finden konnte - Beskar. Sie kontaktierte ihren Jägervater, der ihre Laufbahn betreute, aber für sein Hilfe Geld nahm. So läuft es bei den Kopfgeldjägern. Nachdem sie sich ein großes Lob abgeholt hat, versteckte sie überall im Zimmer Laser-Sicherheitssensoren. Wer weiß, wer Zam an den Kragen wollte. Dann legte sie sich ins Bett. Sie dachte noch eine Zeit lang an ihre Familie und eine einzige kleine Träne rollte ihre Wange herab. Dann schlief sie ein. Kapitel 3 Der Alarm der Sicherheitssensoren weckte sie. Sie schlug schlagartig die Augen auf über sie gebeugt stand ein Zabrak. Sobald sie ihn sah, wusste sie, dass ihr "Einbrecher" ihr nicht an den Kragen wollte. Der Zabrak war auf einem Auge blind, und eine gezacke Narbe verlief hindurch.
Er hieß Opuc... und für sie Opucjee.
Er war ein alter Auftraggeber von ihr, und mittlerweile ihr geliebter, mit dem sie eine heimliche Beziehung führte.
Nachdem sie diesen Gedanken zuende gedacht hatte, hingen ihre Lippen schon aneinander und waren nicht mehr trennbar.
Vorsichtig, und ohne ihre Lippen von seinen zu trennen tastete sie nach ihrem Armband und schaltete den nerzigen, hochfrequenten Alarm aus.
Kapitel 4
Eigentlich war Opuc ja ein ganz netter Zeitvertreib, hätte Zam nicht heraus bekommen, dass Opuc fremd ging.
Innerhalb von Sekunden war Zam blutverschmiert und Opuc hatte ihr Vibromesser im Bauch.
Diesmal hatte sie niemanden "eliminiert", diesmal hatte sie jemanden Umgebracht.
Zam packte alles zusammen und verwndelte sich in die Menschenfrau, die sie schon lange Zeit begleitet.
Unten drückte sie dem Barkeeper nochmal 100 Credits in die Hand und sagte:,,Ich hab' da was verschüttet".
Der Barkeeper sah sie kritisch an, und nickte schließlich.
Draußen stieg Zam in ihren Speeder und verwandelte sich in eine Twilek.
Zeit sich mit jemand' wichtigen zu treffen...

